Hallihallo! :>
Heute widme ich mich mal dem Thema Sterbehilfe. War ja auch gewünscht, da die Vorabversion von Julian anscheinend etwas zu “kompakt” war. Dazu muss ich aber sagen, dass Julian damit NICHT das komplette Thema abdecken wollte, sondern lediglich einen “Anstoß” setzen wollte. Er arbeitet im Moment an einer ausführlicheren Edition, da diese ja auch offenbar gewünscht ist. Vorallem von mir.
Ich mag seine Texte nämlich äußerst gerne. Gute Schreibstil! *Thumps Up*
Aber nun erstmal zu meiner eigenen Version des Themas “Sterbehilfe”:
Erstmal sollten wir den Begriff “Sterbehilfe” definieren.
Da gäbe es:
1. Die passive Sterbehilfe → Mit Einverständnis eines unheilbar kranken Menschen der Krankheit ihren Lauf lassen (keine lebensverlängernden Maßnahmen ergreifen).
2.Die indirekte Sterbehilfe (Was NICHT mit der passiven Sterbehilfe assoziierbar ist) → Das unbeabsichtigte Töten durch riskante Therapien, welche zur Schmerzlinderung verhelfen sollen, wie z.B. die Behandlung mit Morphin (Morphium). Dieses ist nicht nur schmerzlindernd,sondern wirkt häufig wegen seiner schmerzlindernden Potenz eher lebensverlängernd, weil es dem Kranken wieder mehr Lust am Leben macht.
Diese 2 Methoden zur Sterbehilfe sind in Deutschland erlaubt. Auch wenn 2. äußerst fragwürdig in Bezug auf Ethik ist, kann man sie juristisch nicht verbieten lassen. Nun werden die Methoden der Sterbehilfe folgen, welche in Deutschland verboten sind und nur in manchen Ländern effizient ausgeführt werden.
3.Die aktive Sterbehilfe → Eigentlich sollten alle von euch wissen wovon ich rede, wenn ich zwei Schlagwörter nenne: 3. Reich / Zwangseuthanasie. Wer dennoch nicht weiß, was es genau heißt, liest folgenden Satz: Absichtliche Tötung eines (schwerkranken) Menschen auf dessen Wunsch hin. Wobei im 3. Reich wohl niemand freiwillig in einem “Euthanasieprogramm” der Nationalsozialisten teilgenommen hat. In der Beziehung war es simpel ausgedrückt: Mord!
4.Der assestierte Suizid → Wenn einem “Sterbewilligen” ein Tötungsmittel (z.B. Gift) verabreicht wird. Hier kommt es zu einer kleinen Einschränkung, wenn man sich das Gesetz ansieht. Ansich ist diese Art und Weise nicht verboten. Allerdings müsste der Arzt danach seiner Pflicht nachgehen und den Betroffenden versuchen zu retten. Ergo: Es ergäbe keinen Sinn. Denn wenn ein Arzt einem Patienten Gift verabreicht, wird er sicherich nicht im Anschluss versuchen ihn zu retten.
Nun ich denke, das ist Definition genug.
Jetzt meine Meinung dazu: Wenn ich ehrlich bin, ist meine Stellung zur Sterbehilfe extrem zwiegespalten. Auf der einen Seite, finde ich es durchaus sinnvoll, das Leben eines schwer leidenen Menschen zu beenden, wenn er darum bittet. Die Behandlung mit Morphium allerdings, finde ich in anbetracht des Themas Sterbehilfe, mehr als schwachsinnig. Etwas anderes, als die Schmerzen mit starken Medikamenten zu betäuben und den Tod hinauszuzögern tut es auch nicht. Das Ergebnis wäre ein Mensch, der Gemüse ähnlich in seinem Bett läge und darauf wartet zu sterben. Nichts anderes, als es in Hospitzen täglich der Fall ist. Ich stelle mir diese Situation mehr als schrecklich vor. Hilflos; mehr oder weniger alleine. Ich persönlich wollte so nicht sterben. Die Annahme, dass diese Situation einem jegliche Würde nimmt, liegt mir da sehr nahe. In diesem Fall würde ich zur aktiven Sterbehilfe tendieren. (Ich versuche mich gerade in solch’ eine Situation hineinzuversetzen und kann natürlich nur meine persönliche Meinung kundtun) “3.” Könnte einem alles Leid auf einmal nehmen. Wenn ich unter solchen Schmerzen leiden würde und eine Therapie ablehne, wäre es für mich sinnvoll, “den Stecker zu ziehen”. Wenn man sich das Ganze jedoch nocheinmal aus der Sicht der Ethik zu Gemüte führt, kommt man zu dem Schluss, die aktive Sterbehilfe wäre Mord. Dies wäre natürlich nicht vertretbar. Auch “Beihilfe zum Tod” hört sich nicht gerade aufmunternt an. Besonders nicht, wenn man sich den Koma-Patienten zuwendet. Sie können logischerweise nicht selbst entscheiden was passieren soll, falls sie künstich am Leben gehalten würden und zudem noch wie schon gesagt im Koma liegen. Es andere Menschen entscheiden zu lassen, finde ich ehrlich gesagt falsch. Rein philosophisch gesehen darf ein Mensch, meiner Ansicht nach, nicht über Leben oder Tod eines anderen Menschen entscheiden, sofern dieser nicht aktiv daran teilhaben kann. Daher ist die Todesstrafe für mich auch nicht anwendbar. Würde der Koma-Patient sich mitteilen können gegenüber den anderen, könnte er immernoch “Nein!” sagen und somit das “Urteil”, sollte es denn auf Tod hinauslaufen, abwenden. Leider ist dies nicht möglich und für mich daher vollkommen Tabu.
Auch wenn ich mir jetzt schon ordentlich Mühe gegeben habe, habe ich sicherlich nicht alle Themenunterpunkte abdecken können. Womöglich nichtmal ansatzweise. Aber ich glaube, ihr habt einen reht guten Einblick in meine Meinung bekommen, die ich auch überall so vertreten würde. Ich würde mich darüber freuen, wenn ihr nun erneut ein paar eurer Stellungen posten würdet und somit Platz für neue Diskussionen herbeiruft.
Also, wie betrachtet ihr dieses Thema und würdet darauf antworten, wenn euch jemand früge, wie ihr zum Thema Sterbehilfe steht?
Ich geh’ nun den schönen (aber dennoch irgendwie recht kalten) Tag genießen!
Ich hoffe, der Text von Julian ist bald fertig. Dieser wird dann auch schnellstmöglich veröffentlicht, um mehr Gesprächsstoff beizusteuern. :>
Liebe Grüße, L
Achja! Eine Frage: “Hat hier jemand zufällig etwas an meiner Grammatik/Rechtschreibung auszusetzen? Hatte letztens ein Gespräch deswegen mit einem guten Freund! :> Die Meinung des Kollektives interessiert mich nun.
” DANKE!